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Wiederverwerten statt entsorgen: Wie aus Arbeitskleidung Schutzhelmbeutel wurden

20. Feb. 2020

Als sich unser Kunde Arnold AG vor einem Jahr einem Rebranding unterzog, war es unsere Aufgabe, seinen gesamten Arbeitskleidungs-Bestand mit dem neuen Logo auszustatten. An vielen Teilen konnten wir das ohne grossen Aufwand durch eine Patte lösen. Doch was sollte mit Kleidungsstücken wie T-Shirts geschehen, die sich aufgrund des Aufdrucks nicht so einfach modifizieren liessen? Die Lösung hiess Upcycling.

Rebranding – umweltfreundlich umgesetzt
Nachhaltigkeit spielt in unserer Firmenkultur eine grosse Rolle. Uns war also klar, dass wir diejenigen Teile, die durch vollständig neu produzierte Kleidung ersetzt werden würden, nicht einfach entsorgen wollten.

Wir schlugen Arnold vor, bei der sozialen Institution ConSol in Zug aus den alten Kleidungsstücken Artikel nähen zu lassen, für welche Arnold einen neuen Verwendungszweck finden kann. Verschiedene kreative Varianten wurden von ConSol aufgearbeitet und Arnold als Muster vorgestellt. Da sich die entwickelten Turnbeutel aufgrund ihrer Grösse perfekt zur Aufbewahrung der firmeneigenen Schutzhelme eigneten, fand diese Idee bei Arnold sofort Anklang.

ConSol ist eine soziale Institution, die unter anderem eine Textilwerkstatt unterhält, die verschiedene Accessoires für den eigenen Shop sowie im Auftrag von Unternehmen herstellt. ConSol bietet Arbeits- und Ausbildungsplätze für Menschen mit psychischer oder physischer Erwerbseinschränkung an und führt insgesamt sechs unterschiedlich ausgerichtete Betriebe. Weitere Informationen unter www.consol.ch

«Uns war es wichtig bei dem Rebranding auch den Aspekt der Nachhaltigkeit im Auge zu behalten. Mit der Lösung von ConSol konnte eine Win-win-Lösung gefunden werden: Die Kleider werden wiederverwendet und unsere Monteure können sich über tolle Schutz-/Turnbeutel freuen.»

Julie Bourquin, Marketing & Kommunikation, Arnold-Gruppe

Hochwertiges Upcycling dank ConSol
Im Rahmen unseres Projekts konnte ConSol 1352 nicht-nachrüstbare Kleidungsstücke aus dem Arnold-Bestand in 500 hochwertige Turnbeutel als Give-aways für die Belegschaft verwandeln.

Der Erfolg des Projekts beeindruckt vor allem in Hinsicht auf die grosse Herausforderung, die das Recycling von Textilien normalerweise darstellt: Mischgewebe und unrecycelbare Elemente wie Reissverschlüsse oder Knöpfe machen die hundertprozentige Wiederverwertung vieler Kleidungsstücke praktisch unmöglich. Darüber hinaus sind viele Fasern nach der langen Nutzung schlicht nicht mehr hochwertig genug, um daraus neue Qualitätskleidung herzustellen.

Deshalb sind wir sehr glücklich, diese Lösung mit ConSol gefunden zu haben. Sie schafften es auf eindrückliche Weise Materialien wiederzuverwerten, was im Ansatz unmöglich erschien. So wurde zum Beispiel aus den Reissverschlüssen die Befestigung für die Kordeln fabriziert.

Nachhaltigkeit ist eine aktuelle Herausforderung für die Textilindustrie

Arnold und wir sind begeistert von der Arbeit, die ConSol geleistet hat, und freuen uns, dass die nicht mehr benötigten Textilien einem sinnvollen Zweck zugeführt werden konnten. Wir sind zuversichtlich, in Zukunft vermehrt ähnlich gelagerte Projekte umsetzen zu können, um einen Beitrag zur Verminderung der anfallenden Textilabfälle leisten zu können. Zusätzlich werden hoffentlich weitere Möglichkeiten zur Verringerung des Ressourcenverbrauchs und zur Minimierung der Abfallmenge dazukommen – entsprechende Forschungsprojekte sind in der Branche zurzeit im Gange.

Wir danken ConSol für ihre tatkräftige Unterstützung und Arnold für das Interesse, einen sinnvollen Wiederverwendungszweck für die nicht mehr benötigten Textilien zu finden. Unsere Kunden beraten wir natürlich jederzeit gerne zu Möglichkeiten der Wiederverwertung sowie zur nachhaltigen Entsorgung von Arbeitsbekleidung. Sprechen Sie einfach Ihren zuständigen Projektleiter an, um eine gemeinsame Lösung für diese Herausforderung finden zu können.