11. Dezember 2017

«Zdravo» Mazedonien: Austausch Teil 1

Nach Wochen der Vorbereitung war es am 21. November endlich soweit. Ich brach nach Mazedonien auf, um dort unseren Produktionspartner Igmatomiteks zu besuchen. Vier spannende Tage mit vielen Eindrücken warteten auf mich.


Kaum in Skopje angekommen, wurde ich auch schon vom Leiter der Produktionsstätte und seiner Familie herzlich in Empfang genommen. Zusammen nahmen wir den letzten Teil der Reise nach Delcevo in Angriff, der nächst grösseren Ortschaft zu Raclovci, wo Igmatomiteks ihren Sitz hat.

Der erste Eindruck zählt

Am nächsten Tag ging es dann das erste Mal ins Werk. Ich durfte mit Erstaunen feststellen, dass das Werk, im Kontrast zu der ländlichen Umgebung, sehr modern und mit den neusten Geräten ausgestattet ist. Auch die anfangs skeptischen Blicke der Mitarbeitenden verwandelten sich schnell in freundliche lächelnde Gesichter.

Die Leute vor Ort sind grösstenteils Selbstversorger. So beginnen sie bereits um 7 Uhr mit der Arbeit, machen aber um 14 oder 15 Uhr Feierabend, um am Nachmittag zu ihren Tieren und dem Garten zu schauen. Um sich zwischendurch zu stärken, erhalten die Mitarbeitenden am Morgen ein kostenloses gehaltvolles Frühstück und dann nochmals eine bezahlte Kaffeepause von 12.00-12.30 Uhr.

Ein tieferer Einblick in die Produktion

Am zweiten Tag erhielt ich einen vertieften Einblick in die Produktionsstätte. Vom Zuschnitt, über die Produktion bis hin zum Lager und den Büros durfte ich allen Mitarbeitenden über die Schultern schauen und so die Abläufe besser kennen lernen.

Eine Schneidemaschine, welche die Stoffbahnen mitzählt, moderne Nähmaschinen und eine Maschine, welche automatisch Fadenresten entfernt, erleichtern die Arbeitsabläufe. Doch am wichtigsten sind die Mitarbeitenden, die ihre Arbeit mit höchster Sorgfalt erledigen und bestrebt sind, beste workfashion.com Qualität abzuliefern.

Land und Leute

Da die Arbeitstage in Raclovci früh enden, blieb mir jeweils genügend Zeit, um Land und Leute besser kennen zu lernen. Ein Apéro mit den Produktionsleiterinnen, Turkish Tea bei Emine (welche uns in der darauffolgenden Woche in der Schweiz besuchte), ein Ausflug ins nahe gelegene Bulgarien und sogar ein Treffen mit dem Präsidenten von Delcevo standen auf dem Programm. Auch ein Stück Heimat habe ich in Mazedonien wiedergefunden. Bei einem Ausflug nach Berovo (auch die kleine Schweiz genannt) konnte ich frische Bergluft schnuppern und die Aussicht auf die schneebedeckten Bergspitzen geniessen.

Ein weiteres Highlight war das frische und selbstgemachte Essen, welches häufig sogar aus dem eigenen Garten auf den Tisch kommt.

Home Sweet Home

Nach einem vollgepackten Programm, vielen Eindrücken, schönen Begegnungen und um eine Erfahrung reicher ging es für mich am 25. November zurück in die Schweiz. Begleitet wurde ich dabei von Emine Djevirova, welche in der darauffolgenden Woche einen Blick hinter die Kulissen von workfashion.com geworfen hat.

Mehr zu ihren Erlebnissen erfahren Sie in einem nächsten Blogbericht.

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